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2016-herbst-winter

stimmen zu lassen, was sie da eigentlich in der Hand halten. In einem Seetierbe- cken können die Gäste bei einem Aus- stellungsbesuch Taschenkrebse beispiels- weise von Nahem beobachten. Bei See­ tierpräsentationen werden einzelne Arten für einige Minuten aus dem Becken gefischt und erklärt. Bei Wattführungen kommt oft das „Aha“-Erlebnis – wenn der Wattführer aus dem – auf den ersten Blick – unansehnlichen Weltnaturerbe Wattwurm, Krabben und Muscheln im Minutentakt ausgräbt. Die Artenvielfalt dieses Lebensraums wird erst mit einem versierten Führer deutlich. Wer nicht nur das Nahe sucht, kann sich, ausgerüstet mit Ferngläsern und Spekti- ven, einer ornithologischen Führung vom Team Naturgewalten anschließen. Vom Zentrum aus geht es auf den Möven- bergdeich, um die Vogelwelt im Insel­ norden zu beobachten und kennenzu- lernen. Dabei kann der Blick sowohl über den Koog hinter dem Deich als auch auf den Nehrungshaken oder die Halb- insel Uthörn vor dem Deich gerichtet werden. Auf beiden Seiten sind verschie- denste Arten zu sehen. Auf dem Ellenbo- gen ist beispielsweise ein ganz besonde- resGebietdurcheinenZaunabgetrennt: Dort brüten jedes Jahr Zwerg- und Küs- tenseeschwalben. Hinweisschilder bieten dem Laien auch die Möglichkeit sich di- rekt vor Ort zu informieren. Küstenschutz ist seit jeher ein spannendes Thema für Gäste und Insulaner – sollen Deiche und Dünen doch Leib und Leben schützen. Wenn sich die langen Halme des Strandhafers im Wind bewegen und Spuren im Sand hin­terlassen oder lange Schat­ ten werfen – werden sie zum be- liebten Fotomotiv. Doch viel zu oft sind regelrechte Schneisen in die vormals unberührte Dünenlandschaft getram- pelt und die sensi­ble Pflanze ist irreversi- bel zerstört. Das dramatische daran ist, dass der Strandhafer eigentlich dazu da ist, den Sand und damit die Dünen fest- zuhalten. Er bildet ein Wurzelnetz, das den Sand umgibt und ihn am Weiterflug hindert. So bleibt die Düne als Bollwerk gegen die Nordseewellen bestehen. Hinweisschilder an den Strandübergän- gen weisen alle Besucher darauf hin. Entlang der gesamten Westküste gibt es außerdem auch noch die so genannten Schweinswalstelen: Infotafeln über die Meeressäuger, die oft direkt vor der Küste ihre Bahnen ziehen und von Land aus mit bloßem Auge gesehen werden können. Die Inselentstehung, das Weltnatur­ erbe Wattenmeer, Klima- und Polarforschung – all diese Themen und die Kräfte, die Na­tur­ge­walten entwickeln können, sind­ im Erlebniszentrum Naturgewalten auf- bereitet. Täg­ lich geöffnet ab 10 Uhr; Hafenstraße 37 in List auf Sylt; Tel. 0 46 51– 836190. SYLT EN VOGUE | ERLEBEN 57

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